Die Landesverordnung über die Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (Medizinische Infektionspräventionsverordnung – MedIpVO) regelt die Weitergabe infektionsschutzrelevanter Informationen folgendermaßen:
„Bei Verlegung, Überweisung oder Entlassung von Patientinnen und Patienten sind Informationen, die zur Verhütung und Bekämpfung von nosokomialen Infektionen und von Krankheitserregern mit Resistenzen erforderlich sind, in unmittelbarem Zusammenhang mit der Maßnahme an Einrichtungen, die Notfallrettung und Krankentransport betreiben, die aufnehmende Einrichtung oder an die weiterbehandelnde niedergelassene Ärztin oder den weiterbehandelnden niedergelassenen Arzt weiterzugeben.“
Durch diesen Regelungsinhalt soll sichergestellt werden, dass Patienten nicht ohne Information über notwendige Hygienemaßnahmen verlegt werden. Die Hygienemaßnahmen sind abhängig vom Erreger bzw. vom Übertragungsweg des Erregers. Die alleinige Information „infektiöser Patient“ wäre zu unpräzise und würde kein adäquates Handeln ermöglichen. Daher ist es erforderlich die Erreger, die durch Kontaktinfektionen und durch Tröpfcheninfektionen übertragen werden können, zu benennen. Eine besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang den multiresistenten Erregern zu. Bei diesen sind – wie auch bei anderen Erregern - zur Verhütung der Weiterverbreitung bestimmte Hygienemaßnahmen erforderlich. Die Informationen sind an diejenigen, die mit den Patienten nach der Maßnahme (Verlegung, Überweisung, Entlassung) in Kontakt kommen, weiterzugeben. Daher sind explizit der Rettungsdienst, die aufnehmende Einrichtung und weiterbehandelnde niedergelassene Ärzte genannt.